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Zu Fuß nach Khopasi

Heute war wieder ein voller Tag. In erster Linie war Bettenbau angesagt. Das lief auch wirklich gut. Fast alle Students waren mit Eifer dabei und bis 14 Uhr war das Bett so gut wie fertig. Da wir beschlossen hatten danach nach Khopasi zu laufen, gab ich den Jungs noch die Aufgabe das Musterbett zu beschnitzen. Das wird wohl morgen fertig, danach noch ölen und im Hostel montieren. Mal sehen was Rabindra sagt. Mit dem Metallgestell für die Solaranlage klappte es nicht so gut, da wegen mangelnder Spannung das Schweißen nicht möglich war. Mal sehen wie es morgen aussieht.

Um 14 Uhr starteten wir zu viert nach Khopasi zum Heatlthpoint und der Birthstation – Andreas großes Projekt. Nach ca. einer Stunde durch Kartoffelfelder und über staubige Straßen erreichten wir unser Ziel. Da wir schon einige Fotos gesehen hatten, waren wir nicht so geschockt wie Andrea beim ersten Mal. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Aber das Hauptproblem ist Feuchtigkeit von oben, die in Decken und Wände dringt. Also rauf aufs Dach und dann war eigentlich alles klar. Inkontinenter Wassertank, der tropfte und tropfte, überall Moos, Gras und kleine Bäume und durchgerostete Rohre. Was uns ein wenig befremdet, dass einiges mit ein bisschen Engagement in den Griff zu kriegen wäre, aber daran hapert es hier. Das Government ist zuständig und der Rest ist Schulterzucken. Die Wand ist feucht, Sache des Governments, ich gehe nicht aufs Dach! Sehr schwierig für uns nachzuvollziehen. Andrea will morgen hin und mit den Leuten dort das Anstreichen vorzubereiten und ein wenig Putzschulung zu machen.

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Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine Manufaktur für Nepalpapier. Tausend Rahmen mit je vier Blättern Papier standen auf der Wiese zum Trocknen. Sah toll aus. Woraus das Papier gefertigt wird haben wir nicht herausbekommen. Die Pflanze wächst wohl in einer Höhe von 3.000 m. Uns wurde die ganze Produktion gezeigt und Andrea kaufte 100 Blatt handgefertigtes Nepalpapier. Danach ging es zurück nach Panauti.

Die Arbeiten am Backup-System im Hostel gehen auch voran. Dreieinhalb von vier Etagen und die Toilettenanlagen im Hof sind fertig. Es fehlen noch die Module auf der Dachterrasse und ein paar Kleinigkeiten. Dann wird die Sonne 16 Räume, 12 Stunden am Tag/Nacht mit Licht versorgen.

Martin

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