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Endspurt

Vorgestern, Tag der Abreise aus Panauti und Umzug nach Bhaktapur, wurde der vierte Stuhl ohne Mithilfe von mir fertiggestellt. Ich denke, dass die Auszubildenden es schaffen werden. Danach noch einmal Mittagessen von Rekha und im Anschluss emotionaler Abschied von allen mit Geschenken und ein paar Tränen.

Nach unserer Ankunft im Toni Hagen Haus, ehemaliger Wohnsitz von Rabindra und Familie, sind wir noch gemeinsam durchs abendliche Bhaktapur gelaufen. Nach einem leckeren Restaurantbesuch fielen wir ins Bett.

Gestern war Geschenkekaufen für die Daheimgebliebenen angesagt. Wir waren erfolgreich. Gegen 17.00 trafen wir uns mit Rabindra und noch vier Bekannten und liefen zum Platz, wo das Neujahrsfest begangen wurde. Zur Zeremonie gehört es, dass ein 40 m hoher geschmückter Baum mit fünf dicken Seilen und viel Manpower in die Senkrechte gezogen wird. Wir hatten vom Dach eines Hauses gute Sicht und sicheren Abstand. Leider auch gute Sicht auf das Unglück, das dann geschah. Der Baum brach in der Mitte durch und stürzte auf ein Zelt voller Menschen. Wie wir gerade erfahren haben gab es einen Toten und drei Schwerverletzte. Etwas verstört sind wir dann zu Rabindra nach Hause, dort gab es dann schöne und interessante Gespräche, leckeres Essen. Viel Spaß hatten wir mit Rabindras zweijährigem Sohn Sambardhan und seiner Tochter Sampada.

Heute morgen sind wir vor sieben aus dem Bett, um zum Festplatz zu laufen. Einen kleinen Espresso auf der Strasse und schon gings fröhlich weiter. Menschenmassen strömten mit Opfergaben und lebenden Hühnern unterm Arm ebenfalls dort hin. Der Ersatzbaum stand und zu einem großen hölzernen Wagen wurden die Hühner und Opfergaben heraufgereicht. Die Hühner werden dort geköpft, das Blut geopfert, und das Resthuhn wieder mit nach Hause genommen. Man wünscht sich allseits ein frohes neues Jahr. In allen Strassen und Gassen sind Trommelgruppen und Flötenspieler unterwegs. Dann gings zurück zum gedeckten Frühstücktisch mit Rabindra und Sampada. Die To do Liste für 2018 ist nahezu fertiggestellt und dann noch kurz das zukünftige Heim, das Schlangenhaus,von Rabindra und Familie bewundert und ein Abschiedsjoghurt geschlemmt ! Bhaktapur ist für seinen sehr, sehr köstlichen Joghurt bekannt !

Sechs Stunden, ein paar Einkäufe und viele Eindrücke später, sind die Koffer gepackt.

Was haben wir viel erlebt und erreicht ! Sehr zufrieden hoffen wir auf eine gute,  diesmal hoffentlich schnellere, Rückreise.

Bis in einem Jahr ! Wir freuen uns ! Markus, Andreas, Martin und Andrea

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